Hauptmenü
Rückblick > Jahresrückblick 2010
Schalmei-Ausflug "Fahrt ins Blaue"
18. September 2010
Am 18. September fand unser alljährlich traditioneller Schalmei-Ausflug statt.
Die Organisation lag für dieses Jahr in den Händen von Uschi.
Treffpunkt war der Parkplatz beim Turbensaal in Bellach. Mehr war uns nicht bekannt.
Das Wetter mit strahlend blauem Himmel war auf jeden Fall für uns.
Nach dem alle einen Lunchsack gefasst hatten, fuhren wir mit einem Kleinbus, chauffiert von unserem "Musig-Leiter RICO" los Richtung Westen. Kurz vor dem unbekannten Ziel hatten wir auf einem Rastplatz Gelegenheit, unsere Lunch-Säcke zu vernichten. Wie wir später merkten, war es von Vorteil, dass wir "Etwas" im Magen hatten. Unser erster Besuch galt nämlich der Firma Mauler (Vins Mousseux) in Môtiers, im idyllischen Val de travers im Neuenburger Jura.
Der Familienbetrieb produziert seit 1829 verschiedene Schaumweine in den wunderbaren Gebäulichkeiten eines einstigen Benediktinerklosters. Mittlerweile lagern in den dunklen Kellergewölben 2 Millionen Flaschenhälse.
Nach der Kellerbesichtigung unter fachkundiger Führung durfte natürlich das "Degustieren" nicht fehlen. So konnten wir drei verschiedene Mousseux probieren. Mit dem obligatorischen Gruppenfoto im Kasten fuhren wir weiter zum nächsten Halt. Retour über Couvet erreichten wir "La Prestà Mines d'aspahlte", was auf gut deutsch "Die Asphaltminen von La Presta" heisst.
Die Mine wurde im Jahre 1711 entdeckt. Bis 1812 wurde nur spärlich Asphalt abgebaut, vorwiegend für medizinische Zwecke. Nach einem stillstand von über 60 Jahren wurde die Mine ab 1873 neu industriell abgebaut und auf eine Länge von über 100 Km erweitert. Der Asphalt wurde jetzt hauptsächlich für den Strassenbau verwendet. Eine Spezialität war und ist noch heute ein Schinken, gekocht in einer Asphalthülle! 1986 wurden die Minen stillgelegt. Teer, hergestellt aus Rohöl löste den Asphalt weitgehend ab.
Ausgerüstet mit Helm und Lampen erkundigten wir unter kompetenter Führung den
1 Km langen zugänglichen und bis 30 Meter tiefen Stollen, in welchem die damals harte Arbeit der Bergleute sehr eindrucksvoll wiedergegeben wird.
Nach diesem Höhlentripp hatten wir dann im "Café des mines" einen Apéro verdient.
Der Absinth, welcher ja hauptsächlich aus dem Val de Travers stammt, stand auch zur Auswahl da. Beim anschliessenden Nachtessen kamen wir dann in den Genuss des saftigen "Asphaltschinkens", welcher ausgezeichnet schmeckte.
Gutgelaunt und mit eindrücklichen Erinnerungen verliessen wir das Val de travers wieder in Richtung "nach Hause".
Uschi, nochmals vielen Dank für den schönen Tag und die Super Organisation.
Peter Muhmenthaler




































